WER ICH BIN?

Aufgewachsen bin ich im Schatten von Shells Ölraffinerien im Rheinland. Sie sind der Grund, warum ich im Alter von 13 Jahren begann, mich gegen die Klimakrise zu engagieren. Zuerst bei der Greenpeace Jugendarbeitsgemeinschaft, dann auch in der Grünen Jugend. Parallel wurde ich in der Gesamtschule Rodenkirchen zur Schulsprecherin gewählt und wir organisierten die Schulproteste gegen den Irakkrieg 2003. Diese Zeit hat mich sehr geprägt: In der Schule konnte ich so nicht nur theoretisch zu lernen, wie Demokratie funktioniert, sondern sie direkt auch leben und mich für die Interessen der Schüler*innen gegenüber der Schulleitung einsetzen.

Bei einer Aktion der Grünen Jugend gegen den AKW-Betreiber Vattenfall 2009
2017 bei der Massenaktion von Ende Gelände im Rheinland

Wenig später wurde ich Mitglied bei Bündnis 90/ Die Grünen und mit Anfang 20 zur Bundessprecherin der Grünen Jugend gewählt. Den Jugendverband zu repräsentieren und mich für die Belange junger Menschen in der Bundespolitik einzusetzen, war für mich eine wichtige Aufgabe. Damals stritten wir noch darum, dass die Klimakrise endlich als wichtiges Thema anerkannt wird. Die ganze Zeit über blieb ich deshalb auch in der sich bildenden Klimabewegung aktiv und nach meiner Zeit als Grüne Jugend Bundessprecherin, gab ich all meine Zeit und Kraft in die zivilgesellschaftlichen Bündnisse für Klimagerechtigkeit. In den letzten Jahren war ich primär im rheinländischen Braunkohlerevier anzutreffen, im Versuch mit Zehntausenden gemeinsam dem Kohlekonzern RWE die Stirn zu bieten und die Zerstörung von alten Wäldern, Landschaften und Dörfern aufzuhalten.

Neben meinem lokalen Engagement begleite ich seit über 10 Jahren die Verhandlungen auf den UN-Klimakonferenzen. Hier ist mir die Zusammenarbeit mit Menschen aus der Zivilgesellschaft sowie mit Vertreter*innen indigener Gemeinden aus Regionen des globalen Südens besonders wichtig. Aktuell ist die Klimakrise in vielen Regionen bereits grausame Realität und Menschen verlieren ihre Lebensgrundlagen. Um unsere Zusammenarbeit zu stärken, gründeten wir im Jahr 2017 mit Wissenschaftler*innen und anderen Aktivist*innen das internationale Institute of environmental justice e.V. Aktuell schreibe ich in Zusammenarbeit mit anderen Frauen aus Regionen des globalen Südens ein Buch über Klimagerechtigkeit und Feminismus.

Gruppenbild nach der gemeinsamen Pressekonferenz der Zivilgeselschaft auf der UN-Klimakonferenz 2017 in Bonn

Nach all den Jahren zivilgesellschaftlicher Arbeit von lokaler bis zur internationalen Ebene möchte ich nun im Bundestag meine Forderungen nach Klimagerechtigkeit konkret umsetzen. Dafür kandidiere ich auf dem aussichtsreichen Listenplatz 20 der Grünen Landesliste in NRW und im Direktwahlkreis Mönchengladbach – direkt am Tagebau Garzweiler.